Soziale Plattformen im Trend – 15. TEWI-Forum

Alle Welt sprach von Facebook, Twitter, YouTube und anderen sogenannten sozialen Plattformen, welche Millionen von Nutzern aufweisten. Während auch die eigenen Kinder bereits auf solchen Plattformen registriert waren, hatten Eltern oftmals nur vage Vorstellungen, wie diese funktionieren. Ebenso wussten einige Unternehmen soziale Plattformen für ihre Zwecke zu nutzen, wogegen andere ihr Potenzial, bspw. für das Marketing oder das Innovationsmanagement, noch nicht erkannt hatten. Neben Chancen bergen soziale Plattformen damals wie heute aber auch Risiken, etwa hinsichtlich des Datenschutzes oder der Eigendynamik solcher Netzwerke.
Aber was ist überhaupt eine soziale Plattform? Wie funktionieren diese? Welchen Nutzen bringen sie privat oder für das Unternehmen? Und welche Grenzen müssen dabei berücksichtigt werden? Diesen und ähnlichen Fragen gingen Referenten aus Wissenschaft und Praxis am 15. TEWI-Forum nach, welches am 10 November 2010 im Zeughaus Kultur in Brig statt fand.

Die erste Referent, Prof. Dr. Thomas Myrach, Direktor am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern, sprach über den Überblick und die Einordnung des Phänomens Social Media. Als thematische Einführung wurde zunächst die Entstehung sowie das Verständnis von Social Media erklärt. Darauf folgten ein Überblick und die Einordnung von sozialen Plattformen wie Facebook, Xing oder MySpace und ähnlicher Phänomene wie bspw. Blogs. Dabei wurden deren Eigenschaften, Nutzen und mögliche Risiken für Privatpersonen und Unternehmen veranschaulicht.

Als nächstes referierte Dr. Beatrice Paoli, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Fernfachhochschule Schweiz Brig, über die Methoden zur Analyse von sozialen Netzwerken. Im Rahmen des Referats wurden die wichtigsten theoretischen Konzepte zur Analyse solcher Netzwerke vorgestellt. Dabei wurde erläutert, wie man Daten über die soziale Struktur erhebt, wie man sie für die Analyse aufbereitet und wie man sie auswertet. Die Netzwerkanalyse wurde Schritt für Schritt mit verschiedenen Beispielen illustriert.

Anschliessend sprach Karsten Frey, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern, über Online-Communities als Innovationsquelle. Er zeigte in seinem Referat, wie Unternehmen das kreative Potential von Online-Communities,  für Innovationen nutzen können.

Schlussendlich diskutierte Marc Schumacher, Account Planning Director, Contexta AG Werbeagentur in Bern, Erfolgsfaktoren von Social Media Kampagnen. Anhand zweier erfolgreicher Anwendungsbeispiele der Werbeagentur Contexta wurde verdeutlicht, wie solche Kampagnen umgesetzt werden können. Dabei wurden Chancen und Gefahren dargelegt, welche soziale Plattformen mit sich bringen.

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Die Referenten gewähren dem Publikum interessante Einblicke in die Praxis

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Zeit, um das Gehörte bei einem Apéro zu diskutieren und neue Leute kennenzulernen!